“Cuculus – gemeinsam in die Zukunft ziehen“

Wenn es plötzlich dunkel über unseren Köpfen wird, wenn es am Himmel aufgeregt kräht, dann schnellen die Kinderaugen und alle unsere Blicke nach oben. Jetzt ist wieder die Zeit gekommen, unsere Zugvögel zu verabschieden, sie in die Ferne fliegen zu lassen und in Gedanken sind wir bei ihnen. Der Cuculus nimmt uns dieses Jahr mit auf die Reise, lässt uns teilhaben an seinen Geschichten, die er im Frühjahr bei seiner Rückkehr allen erzählen wird.

Im gesamten Ruhrgebiet leben unsere Kinder und Jugendlichen aus unzähligen Nationen, aus verschiedenen Religionen, aus differenzierten sozialen Gefügen und machen die komplexe Verschiedenheit in der Region zu einem interessanten Lebensraum, der durch lebhafte Synergien und gelebte Kommunikation funktioniert.

 

Dabei berühren sich gerade junge Menschen in unterschiedlichen Überschneidungsfeldern und bilden neue Bezugssysteme. Die Kinder und Jugendlichen werden nicht auf ihre ursprüngliche Nationalität begrenzt, sondern können ihre individuelle „erweiterte“ Identität in der zukünftigen Kulturhauptstadt Europas leben.

 

Das Projekt soll dazu führen, dass sie diese gelebte Identität in künstlerischen Aktionen ausdrücken. Bekannte Künstler machen sich mit den Kindern diese kulturelle Vielfalt bewusst zum Thema einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit künstlerischen Mitteln, an deren Prozess eine breite Öffentlichkeit beteiligt und unterschiedliche Ergebnisse

dem Publikum präsentiert werden.

 

Akteure sind hierbei bis zu 5.000 junge Künstler mit ihren begleitenden künstlerischen Paten, die in schulischen Kunst-, Musik- und Literaturprojekten thematisch arbeiten.

 

Initiiert und gesteuert von artour projects e.V. wird das bestehende artour-Netzwerk auf 37 Schulen erweitert, das

flächendeckend in vielen Städten des Ruhrgebiets an Themen wie „Kulturen im Ruhrgebiet“ , „Verschiedenheit und Vielfalt“, „Fremdheit und Vertrautheit“, "Kulturhauptstadt Europa“, „Europa und die Welt“, arbeiten.

 

„Der Blick nach außen weitet den Blick nach innen.“

Das gesamte Projekt gliedert sich in drei Abschnitte:

 

Projektorientierte Schulphase

Präsentationen der Ergebnisse in regionalen Veranstaltungen

Präsentationen der Ergebnisse in eine überregionale Veranstaltung

Bildende Kunst:

 

Die Kinder und Jugendlichen werden zu fünf Impulsthemen in den Bereichen wie Malerei, Plastik (Mosaik, Bild, Collage, Relief, etc.) gestalten.

Eine Jury wählt aus den digital eingereichten Kunstwerken aus und es entsteht zum einen eine gemeinsame künstlerische Komposition des Logos „RUHR 2010“, das an einer Schulaußenwand angebracht wird, zum anderen eine jeweils regionale Wanderausstellung mit Einzelwerken, die in Schulen, Institutionen, Kulturhäusern ausgestellt wird.

Logo und Wanderausstellung zeigen einen symbolischen flächendeckenden Zusammenhalt innerhalb einer Region – einer „Stadt“.

Literatur:

 

Die Kinder und Jugendlichen werden literarisch aktiv und kreativ (Gedichte, Berichte, Geschichten, etc.) und können ihrer eigenen Lebenswelt Ausdruck verleihen.

 

Stichworte wie Vertrautheit, Fremdheit, Neugier, Nähe, Vielfalt etc., werden zu Themen für vielfältige Schreibangebote vom artour projects - Team vorbereitet. Aus den zusammengestellten Texten werden „Flugblätter“ zu mehreren Abreißblöcken „RUHR 2010“ ( je 500 Seiten) entstehen, dessen Blätter an die unfreiwillig Verharrenden an Bus-, S-Bahn und Bahnstationen von den Kindern und Jugendlichen verteilt werden.

 

Musik:

 

Aus ausgewählten literarischen Werken der Kinder werden in Zusammenarbeit mit den o.g. Textern und Musikern Songs für die CD geschrieben, komponiert und produziert. Schüler und Künstler arbeiten eng zusammen.

Sei es ein Rap, eine jazzige Komposition, ein Call - Response Song, Soul oder Hip-Hop, es zeigt sich im Prozess.

Geplant ist, dass die Songs von professionellen Musikern eingespielt werden und dass renommierte Sänger die entstandenen Texte der Kinder singen und präsentieren. Talentierte Kinder und Jugendliche, die in den Projektwochen entdeckt werden, binden die Künstler entsprechend in die CD und in die Bühnenpräsentation ein.


NACHHALTIGKEIT: Erweiterung von 2010-2013 ins europäische Ausland

„Cuculus- miteinander in die Zukunft ziehen“

(2010/2011D-Dortmund/Ruhrgebiet, 2010/2011 TR-Istanbul, 2012 F-Marseille)

Partnerschulen:

Marseille/Frankreich: „Ecole Elementaire Maurice Korsec

Istanbul/Türkei: „Dr. Tevfik Saglam Ilkögretim Okulu "

Dortmund/Deutschland: "Siegfried-Drupp-EuropaGrundschule"

Der Titel "Cuculus - miteinander in die Zukunft ziehen" , ist an das Symbol der Zugvögel angelehnt.

Zugvögel ziehen in unterschiedliche Länder und fühlen sich an vielen Orten zuhause.

Über die Zugvogelrouten in geografischer und sprachlicher Hinsicht werden kulturelle Aspekte in Projektwochen behandelt.

Die Kinder werden in Literatur z.B. Botschaften an Partnerschulen schicken, der persönliche Kontakt wird in Form von „Ich – Büchern“ gestaltet.

Sie werden Lieder über länderübergreifende Freundschaften oder über Eindrücke in Heimat- oder Gastländer schreiben.

Dazu entstehen Kunstwerke z.B. über die Lebensweise der Gastkinder, künstlerische Tagebücher oder Eindrücke von Orten aus der Vogelperspektive.

Die Partnerschulen entwickeln zum Thema "Cuculus - miteinander in die Zukunft ziehen" Unterrichtsmaterialien, testen eine projektorientierte Unterrichtsphase und präsentieren die Ergebnisse als Beitrag in öffentlichen Veranstaltungen im Zusammenhang der Kulturhauptstädte

Europas.